Neue Mobilität für alle

Wir sehen in der Mobilität eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe am öffentlichen Leben und einen wichtigen Baustein der Daseinsvorsorge - sowohl in den Städten, als auch in ländlichen Regionen.
Wir wollen den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und die Teilhabe von allen Menschen an dieser Form der Mobilität fördern. Dabei wollen wir Barrieren abbauen - sei es baulicher, informeller oder finanzieller Art und die von uns durchgesetzte Förderung des "Sozialtickets" fortführen.

Der ÖPNV und die vorhandene Infrastruktur müssen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gesichert und erhalten werden. Land und Kommunen stehen vor großen Herausforderungen, weil viele Stadtbahntunnel und kommunale Brücken zur Sanierung anstehen. Deswegen darf der Bund nicht, wie von ihm geplant, die dafür notwendigen Mittel reduzieren.

Wir setzen uns energisch dafür ein, dass der RRX als schnelle Verbindung zwischen Dortmund und Köln, die Bahnknoten Köln und Dortmund und der dreigleisige Ausbau zwischen Aachen und Düren realisiert und vom Bund auch finanziert werden. Die Investitionsmittel dürfen nicht nur nach Bayern und Baden-Württemberg fließen.

Für den Straßenbereich gilt für uns auch angesichts knapper Kassen: Der Erhalt von Straßen und Brücken hat Vorrang vor dem Neubau. Im Autobahnbereich wollen wir uns auf die Beseitigung weniger Engpässe, die Entflechtung von Autobahnknoten, die Nutzung von Seitenstreifen in den Hauptverkehrszeiten und eine bessere Telematik konzentrieren. Die Reparatur der enormen Schäden an Autobahnen und Brücken, die durch LKW zu Stande kommen, wollen wir durch eine wirklich kostendeckende LKW-Maut finanzieren. Diese muss wegen der stark wachsenden Güterverkehrsströme auch dazu dienen, das Bahnnetz lärmarm auszubauen, damit es überhaupt zusätzliche Güterverkehre aufnehmen kann. Deshalb muss die "Betuwe-Linie" jetzt endlich mit gutem Lärmschutz realisiert werden. Wir benötigen mehr Transport auf den Wasserwegen, dazu braucht es moderne Infrastruktur.

Im Luftverkehr setzen wir uns weiter für Nachtflugverbote mindestens zwischen 23.00 und 6.00 Uhr auf den NRW-Flughäfen ein und werden jegliche Subvention aus Landesmitteln unterbinden.

Wir sehen im Radverkehr in der Stadt und auf dem Land auch wegen der E-Bikes große Potenziale. Um diese zu nutzen, müssen mehr Angebote für Radfahrerinnen und Radfahrer im Straßenraum gemacht, mehr Radwege gebaut und auch Radschnellwege zu den Mittel- und Oberzentren angelegt werden, wie dies z. B. in den Niederlanden geschieht. Auch moderne Fahrrad-Abstellanlagen gehören an die Schnittstellen zum öffentlichen Verkehr und verbessern die so genannte nichtmotorisierte Nahmobilität.

Wir wollen NRW zum Vorreiter für Mobilitätskonzepte machen, die den klassischen ÖPNV, (Elektro-)Leihwagen und (Elektro-)Leihfahrräder verbinden. Eine einzige Mobilitätskarte für alle Verkehrsmittel mit einer guten Vernetzung zu Handy und Internet sollen das Angebot für Nutzerinnen und Nutzer attraktiv machen.