Beste Bildung für NRW

BESTE BILDUNG FÜR NRW

Der Anfang ist gemacht: Bildung wird gerechter und zukunftsfähiger

Bildung bedeutet das Herausbilden einer Persönlichkeit, das Miteinanderlernen, Erziehung zur Demokratie und das Erlernen sozialer Kompetenzen. Gute Bildung ist ein entscheidender Baustein für Chancengleichheit, Gerechtigkeit, Partizipation, Demokratie, sozialen Zusammenhalt, für die persönliche Zukunft und die Zukunft Nordrhein-Westfalens.

Wir denken Bildung nicht von der Institution, sondern vom Menschen her. Bildung ist ein kontinuierlicher Prozess, der mit der Geburt beginnt und bis zum Lebensende dauert. Zentrale Themen sind neben der Struktur eines gerechten und leistungsstarken Bildungssystems, die innere Schulentwicklung sowie die Kooperation zwischen den Bildungseinrichtungen und den Familien und weiteren außerschulischen Einrichtungen in regionalen Netzwerken.

Noch immer hängt der Bildungserfolg in Deutschland stark von der sozialen Herkunft ab. Auch in NRW sind wir noch weit von Chancengleichheit entfernt. Das kann sich unsere Gesellschaft weder sozial noch volkswirtschaftlich länger leisten.
Wir wollen ein gerechteres und leistungsfähigeres Bildungssystem schaffen. Wir wollen alle Talente fördern und alle Potenziale entwickeln. Wir wissen: Je länger Kinder eine Kindertagesstätte besuchen, desto besser sind ihre späteren Bildungsabschlüsse. Wir wissen: Frühzeitige Differenzierung nach Schulformen entspricht oftmals nicht den Fähigkeiten und Möglichkeiten der Kinder. Wir wissen: Zugang zu Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein.

In den letzten 18 Monaten hat die Landesregierung wichtige Weichen gestellt und das Bildungssystem gerechter und leistungsfähiger gemacht. Die Elternbeiträge für das letzte Kindergartenjahr und die Studiengebühren wurden abgeschafft. Gleichzeitig wurden die Plätze für die Unter-Dreijährigen ausgeweitet und neue Studienplätze geschaffen. Mit dem Schulkonsens haben wir nach Jahrzehnten scharfer Auseinandersetzung eine zukunftsweisende Grundlage für eine regionale Schulentwicklung gelegt.

Wir haben ideologische Barrieren beiseite geräumt: Verbindliche Grundschulempfehlungen für das Sortieren nach Klasse vier und die Kopfnoten gibt es nicht mehr, das weitere Vorziehen des Einschulungsalters ist gestoppt.

Nach jahrelangem, erfolglosem Bemühen ist es uns gelungen, islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache und von Lehrkräften, die in Deutschland ausgebildet wurden, einzuführen. Damit erfüllen wir das Grundrecht auf Religionsfreiheit. Außerdem leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Integration muslimischer Kinder.
Bei der Inklusion hat sich der Landtag erstmals zur UN-Behindertenrechtskonvention bekannt. Es gibt mehr Stellen im "Gemeinsamen Unterricht", und wir sind wichtige Schritte zu einem Inklusionsplan mit wissenschaftlicher Begleitung und im Dialog mit den Beteiligten gegangen.

Mit dem "Übergangsmanagement Schule-Beruf" und dem Ausbildungskonsens schaffen wir neue Perspektiven. Wir haben die Kürzungen bei der Weiterbildung zurückgenommen und eine Weiterbildungskonferenz einberufen. Damit haben wir dem lebensbegleitenden Lernen wieder die richtige Bedeutung beigemessen.

Wir schaffen die Kitas der Zukunft

Immer mehr Eltern und besonders Alleinerziehende brauchen einen Kitaplatz, um nach der Geburt ihres Kindes Familie und Beruf vereinbaren zu können. Da bis 2010 keine Landesmittel in den Krippenausbau geflossen sind, rutschte NRW auf den letzten Platz der bundesweiten Ausbaustatistik. Das ändern wir: Mit insgesamt 680 Millionen Euro Landesmitteln wollen wir bis 2013 gemeinsam mit den Kommunen den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr erfüllen. Damit wird NRW zu einem kinder- und familienfreundlichen Bundesland.

Unser Ziel ist ein qualitativ hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot. Wir finanzieren dauerhaft 3.000 zusätzliche Fachkräfte und haben Familienzentren, Waldkindergärten und Betreuungsplätze für Kinder mit Behinderung finanziell besser ausgestattet.
Im nächsten Schritt wollen wir ein neues Kita-Gesetz schaffen, das hohe Qualitätsansprüche erfüllt. Dafür sind u. a. ein rechtsverbindlicher Erzieherinnen-Kind-Schlüssel bzw. Erzieher-Kind-Schlüssel und eine Begrenzung der Gruppengrößen notwendig, die es aktuell nicht gibt. Kinder haben ein Recht auf Bildung, Erziehung und Betreuung durch gut ausgebildetes Personal.
Wir brauchen für die Kindertagesbetreuung verbindliche altersgerechte Bildungsziele auf der Basis eines ganzheitlichen Bildungsbegriffs. Dabei ist der Sprachförderung ein besonderer Stellenwert einzuräumen. Gerade Kitas und Familienzentren mit vielen Kindern aus bildungsbenachteiligten Familien und in schwierigen Sozialräumen brauchen besondere Unterstützung, um die notwendige individuelle Förderung zu gewährleisten. Dies ist nicht nur ein Gebot der Bildungs- und Chancengerechtigkeit, sondern auch ein individuelles Recht jedes Kindes.

Kein Kind zurücklassen

Jedes vierte Kind in NRW lebt in Armut. Das dürfen wir nicht länger hinnehmen. Wir wollen die Kommunen unterstützen, wenn sie Präventionskonzepte entwickeln und umsetzen. Dazu gehört, die Akteure aus Kita, Schule, Gesundheit und Wohnen zu vernetzen. Die Angebotsstrukturen in den Stadtteilen und familienunterstützende Maßnahmen wie z. B. Familienzentren müssen wir stärken. Kulturelle und sportliche Angebote sollen jedem Kind unabhängig vom Geldbeutel der Eltern offenstehen. Vom Bund erwarten wir, dass auch er endlich materielle Armut bekämpft. Viele Kinder und Jugendliche erleiden in ihren Familien unterschiedliche Formen von Gewalt und Vernachlässigung. Daher wollen wir den präventiven Kinderschutz verbessern. Die Vernetzung von Familienhilfe und Kinderförderung mit Jugendhilfe und Gesundheitswesen ist eine wichtige Säule eines ganzheitlichen Bildungssystems.

In einem Land der Chancen für alle Kinder gilt es, die Grundlagen für Chancengleichheit von Geburt an zu legen. Kinder, die gesund aufwachsen, haben ungleich höhere Teilhabechancen. Wir werden alles dafür tun, dass Kinder und Jugendliche in unserem Gesundheitswesen besser unterstützt werden. Dabei müssen nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern in den Blick genommen werden. Wir werden deshalb unsere begonnenen Aktivitäten zur Stärkung gesundheitlicher Präventions- und Hilfeangebote fortsetzen und diese geschlechtergerecht ausgestalten. Wir wollen damit insbesondere die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen erhalten und verbessern sowie Suchtgefahren bekämpfen. Insgesamt gilt es, vor Ort die Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Bildungswesen und Gesundheitshilfe nachhaltig zu verbessern. Nur so können die Grenzen von Strukturen und Systemen überwunden werden.

Chancen für jedes Kind - Schule wird gerecht

Wir wollen leistungsstarke und gerechte Schulen, die Kinder nicht beschämen und zurücklassen, sondern sie ermutigen, in ihrem Selbstbewusstsein stärken und eine neue Lernkultur leben. Voneinander und miteinander lernen - Respekt, Wertschätzung und Beteiligung - prägen die neue Schulkultur: Es ist normal, verschieden zu sein!
Die Qualität von Schule wird wesentlich von Schulklima und Lernkultur bestimmt. Dies schließt die Partizipation von Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften ein.

Zu guter Schule gehört innere und äußere Schulentwicklung gleichermaßen. Mit dem Schulkonsens haben wir den Weg frei gemacht für eine gerechtere und zukunftsfähige Schulentwicklungsplanung. Gute Schule wird vor Ort gemacht. Wir haben die Möglichkeiten geschaffen, auch bei rückläufigen Schülerzahlen ein wohnungsnahes Schulangebot zu erhalten und dem Elternwunsch nach längerem gemeinsamen Lernen zu entsprechen. Mit der Sekundarschule kann nun auch dort eine integrierte Schule eingerichtet werden, wo die Schülerzahlen nicht für eine große Schule mit eigener Sekundarstufe II ausreichen. Der Schulkonsens und die verbesserten Gründungsbedingungen für Gesamtschulen haben einen Boom des gemeinsamen Lernens ausgelöst. Nach den zwölf Gemeinschaftsschulen werden im Sommer über 60 neue Schulen an den Start gehen. Der Schulkonsens macht es möglich: Die Energien gehen in die Schulentwicklung und verpuffen nicht mehr in ideologischen Grabenkämpfen.

Eine neue Lernkultur erfordert eine andere Art des Unterrichts. Der Umgang mit der Vielfalt der Kinder und ihre individuelle Förderung müssen deshalb in der Lehreraus- und -fortbildung zentral berücksichtigt werden, ebenso die Vermittlung diagnostischer Grundkompetenzen sowie interkulturelle und Genderkompetenzen. Sonder- und Sozialpädagoginnen und -pädagogen müssen Teil des Kollegiums werden, die Schulen brauchen regionale und auch landesweite Unterstützungsnetzwerke. Zu einer neuen Lernkultur gehört auch eine neue Feedbackkultur.

Eine andere Lernkultur braucht eine andere Rhythmisierung des Lernens, deshalb werden wir den gebundenen Ganztag an allen Schulformen weiter ausbauen. Zum Ganztag gehört auch ein gutes und gesundes Mittagessen. Wir werden uns verstärkt für entsprechende Qualitätsstandards einsetzen. Kinder aus einkommensschwachen Familien dürfen vom Schulessen nicht ausgeschlossen sein. Die Hilfe des Bildungs- und Teilhabepakets des Bundes ist viel zu bürokratisch. Nur ein Teil des Geldes kommt wirklich bei den Kindern an. Auch darum wollen wir eine Grundgesetzänderung: Bund, Länder und Gemeinden müssen kooperieren in der Bildungsrepublik Deutschland.

Die durch rückläufige Schülerzahlen frei werdenden Ressourcen wollen wir im System Schule belassen und systematisch für Qualitätsverbesserung und die Umsetzung des Schulkonsenses einsetzen.

Schule ist mehr als Deutsch und Mathe

Der Blick auf das Kind darf nicht länger defizitorientiert sein, sondern muss sich an seinen Potenzialen orientieren. Deshalb wollen wir Mehrsprachigkeit fördern und in ein durchgängiges Sprachförderkonzept integrieren. Kinder brauchen mehr denn je Programme zur Bewegungsförderung. Wir werden die Zusammenarbeit von Schule und Sport weiter fördern.
Die Vermittlung von musisch-künstlerischen Fähigkeiten, sozialer, kommunikativer und emotionaler Kompetenz, Medienkompetenz, Verbraucher-bildung sowie die Bildung für nachhaltige Entwicklung müssen gestärkt werden, damit sich die Kinder und Jugendlichen zu ganzheitlich gebildeten, selbstbewussten Persönlichkeiten und selbstständigen Akteurinnen und Akteuren der Gesellschaft entwickeln können.

Wir begreifen Schule als Lern- und Lebensort. Deshalb ist die Förderung der demokratischen Schule eine wichtige Aufgabe. Mit der Einführung der Drittelparität in der Schulkonferenz von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften haben wir die Demokratie in der Schule gestärkt. Schule muss zu einem Lern- und Lebensraum werden, in dem demokratische Grundsätze gelebt und die Schulkultur von allen mitgestaltet werden kann. Darüber hinaus werden wir z. B. die Netzwerke "Schule ohne Rassismus" und "Schule ohne Homophobie" weiter unterstützen.

Im Sinne einer global gerechten und nachhaltigen Entwicklung wollen wir die Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit" und weitere Leitprojekte im Rahmen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" umsetzen, um globales Lernen in der Bildungsarbeit voranzubringen. Wir wollen in allen Schulformen "Eine-Welt-Profilschulen" etablieren.

Inklusion von Anfang an

Wir werden den Rechtsanspruch auf inklusive Bildung so schnell wie möglich gesetzlich verankern. Wir sorgen für einen verlässlichen Umsetzungsprozess, der allen Beteiligten Sicherheit gibt und niemanden überfordert oder allein lässt. Deshalb werden wir ausreichende personelle Ressourcen bereitstellen, die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer verändern und eine Fortbildungsoffensive vorantreiben, damit die Lehrkräfte in die Lage versetzt werden, dem Anspruch der Inklusion gerecht zu werden. Die Aufgabe stellt sich grundsätzlich allen Schulen und Schulformen.

Schulen, die sich als Vorreiterschulen als Erste auf den Weg machen, werden besonders begleitet. Regionale Unterstützungszentren stehen den Schulen beratend und als ergänzende Lernorte zur Seite. Hierin sehen wir die zukünftige Aufgabe von Kompetenzzentren.
Die Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb fordern wir vom Bund, dass er die Kommunen mit Investitionsprogrammen und bei der Finanzierung multiprofessioneller Teams unterstützt. Auch deshalb setzen wir uns für ein Ende des Kooperationsverbots ein.

Außerschulische Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit

Neben der Schule stellen außerschulische Lernorte einen wichtigen Baustein in der Bildungskette dar und müssen im bisherigen Umfang gesichert bleiben; die Zugänge für Projektanträge der freien Träger möchten wir erleichtern. Nur so kann die nonformale Bildung mit den Schwerpunkten geschlechterdifferenzierte Arbeit, Partizipation, Inklusion oder auch Medienkompetenz fortgesetzt werden.

Von der Schule zur Ausbildung - gerechter und effizienter

Zu viele Jugendliche landen in Warteschleifen, weil sie keine entsprechenden Beratungs- und Ausbildungsangebote erhalten. Unser Ziel ist ein gesichertes Ausbildungsangebot für alle. Hierzu haben wir einen nachhaltigen und systematischen "Übergang Schule-Beruf" bei der Berufs- und Studienorientierung, Berufsvorbereitung und beim Übergang in Ausbildung bzw. Studium entwickelt. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die noch nicht ausbildungsreifen Jugendlichen. Sie bedürfen individueller und niedrigschwelliger Angebote. Ein Miteinander von Schule und Jugendsozialarbeit unter gleichberechtigter Mitwirkung der Freien Wohlfahrtspflege ist dringend geboten.

Keiner der Ausbildungsberufe in Deutschland kommt heute ohne IT- Grundwissen aus. Soziale Netzwerke, Smartphones und Tablet-PC haben im Leben der meisten Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Deshalb ist die Vermittlung von IT-Grundkompetenz und Grundwissen über Datenschutz und Datensicherheit ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildungsreife. Wir wollen Lehrkräfte sowie Ausbilderinnen und Ausbilder noch besser dafür qualifizieren.

Mitbestimmung und Chancengleichheit an Hochschulen

Wir haben die unsozialen Studiengebühren abgeschafft und vollständig durch Landesmittel kompensiert. Dadurch haben wir für mehr Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit an den Hochschulen gesorgt.
Bereits zum Wintersemester 2011/2012 haben wir an unseren Hochschulen rund 40.000 Studierende mehr aufgenommen als im Vorjahr. Auch in Zeiten des doppelten Abiturjahrgangs an Gymnasien wollen wir dafür sorgen, dass möglichst alle jungen Menschen, die ein Studium aufnehmen möchten, auch einen Studienplatz erhalten. Gegenüber dem Bund werden wir uns deshalb auch weiterhin entschieden für eine Ausweitung des Hochschulpakts einsetzen - insbesondere auch für Master-Studienplätze.
Um auch im Studium Hürden abzubauen, wollen wir die Probleme ­beheben, die mit der Umsetzung des Bologna-Prozesses aufgetreten sind, ­z. B.bei der Arbeitsbelastung und Prüfungsorganisation. Entsprechende Korrekturen müssen nach Möglichkeit direkt an den Hochschulen erfolgen. Wo es notwendig ist, werden wir landesweite Regelungen treffen. Wir wollen den Hochschulen die Möglichkeit geben, völlig offene Hochschulen / Open Universities zu werden, wie es sie beispielsweise in den Niederlanden, Großbritannien, Israel, Kanada und dem Bundesland Niedersachsen bereits gibt.

Die 69 Hochschulen, über 50 außerhochschulischen Forschungseinrichtungen und die großen Wissenschaftsdachorganisationen können einen zentralen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung in NRW leisten. Wir wollen in einem gemeinsamen Dialog ein Konzept "Nachhaltige Wissenschaft in NRW" erarbeiten, beispielsweise mit Schwerpunkten in Diversität, Gleichstellung und Familienfreundlichkeit oder in der Forschung zur Energiewende, nachhaltigen Stadtentwicklung und Landwirtschaft.
Wir wollen das Hochschulgesetz novellieren und damit landesweite Regelungen für mehr Mitbestimmung und Partizipation in Arbeit und Studium an den Hochschulen umsetzen. Dazu gehören eine gesetzlich verankerte Frauenquote sowie eine deutliche Stärkung der Mitbestimmungsrechte der Studierenden und des Mittelbaus. Dies wird beispielsweise durch eine Viertelparität in allen Gremien und durch stärkere Senate erreicht. Die Hochschulräte wollen wir abschaffen.

Wir bekräftigen unsere Forderungen, die Arbeitsbedingungen des wissenschaftlichen, nicht-wissenschaftlichen und studentischen Personals zu verbessern. Deshalb wollen wir nach wie vor einen Wissenschaftstarifvertrag. Wir wollen uns für einen bundesweiten Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs und für zukunftsfähige Personalstrukturen an den Hochschulen einsetzen.
Wir wollen, dass der Bund künftig auch Einrichtungen wie Hochschulen und dauerhafte Aufgaben in der Wissenschaft mitfinanzieren kann, beispielsweise die Fernuniversität Hagen. Insbesondere gilt es, für die ehemalige "Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau" eine gemeinsame Nachfolgefinanzierung für die nach 2019 auslaufende Kompensation zu regeln. Der Sanierungsstau an NRW-Hochschulen muss behoben werden. Dabei muss eine bessere Energieeffizienz erreicht werden.

Ausbildung für alle

Die Förderung von Maßnahmen im Bereich Jugend und Beruf soll fortgesetzt werden. Auf dem Weg zu einem gesicherten Ausbildungsangebot für alle konnten wir mit einem neuen Übergangsmanagement an der Schnittstelle von Schule und Beruf zunächst in sieben Referenzkommunen die Situation angehen. Dieser Weg muss flächendeckend fortgeführt werden