Green New Deal

Interview

Was ist der Green New Deal?

Was versteht man unter dem Green New Deal? Daniela Schneckenburger, Landesvorsitzende der Grünen NRW über 200.000 neue Arbeitsplätze für NRW.

Die Grünen ziehen mit der Forderung nach dem „Green New Deal“ in den Wahlkampf. Was steckt dahinter? 


Daniela: Der Green New Deal ist unser Grünes Zukunftsprogramm. Wir wollen in Klimaschutz, Bildung und Soziales investieren, statt in Kohlekraftwerke, Hotelbetten oder Pharmaunternehmen. Wärmedämmung oder Stromsparen zahlt sich nach kurzer Zeit dreifach aus: Die privaten Heiz- und Stromkosten sinken, Arbeitsplätze im Handwerk und im Mittelstand bleiben erhalten und das Klima wird geschützt.


Wie wollen die Grünen mit diesem Programm denn die Grundlage für mindestens 200.000 Arbeitsplätze schaffen?


Daniela: Wenn Autozulieferer Teile für Elektroautos bauen, wenn Heizungsbaufirmen Solaranlagen auf die Dächer bringen, wenn endlich eine ausreichende Zahl an ErzieherInnen bezahlt wird, dann entstehen Jobs, die in die Zukunft wichtig und notwendig sind.

Ist das nicht ein sehr teures Programm?


Daniela: Nicht, wenn man dafür klimaschädliche Subventionen (z.B. Abwrackprämie oder Kohleförderung) tatsächlich abbaut. Wir müssen jetzt in Klimaschutz und Bildung investieren, bevor es zu spät ist.

Ist der Green New Deal mehr als Wirtschaftsförderung?


Daniela: Ja, denn es ist ein umfassender Zukunftsplan. Die Bildung und Entwicklung unserer Kinder und der wachsende Bedarf an Pflege und verschiedenen Gesundheitsleistungen beziehen wir ebenso ein und wollen den Bedarf an Arbeitsplätzen in diesem Bereich endlich besser decken. Auch wollen wir Arbeitslose durch langfristig geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wieder integrieren. Diese Investitionen wirken sich nicht so direkt aus, wie z.B. die Wärmedämmung, aber sie sind langfristig unbedingt notwendig um unsere Gesellschaft als Ganzes zusammenzuhalten.

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