Dioxin im Ei?
Veranstaltungsbericht: Welchen Preis hat gesundes Essen?

Von Forderungen wie "Verursacher müssten auch mit ihrem persönlichen Vermögen haften" bis zu "Ich werde langsam zur Vegetarierin" reichten die Äußerungen des Publikums. Als Fazit der Diskussion hielt die Landesvorsitzende und Moderatorin, Monika Düker, fest, dass alle – Staat, Unternehmen und VerbraucherInnen – gefragt sind, damit Skandale wie der jüngste Dioxin-Skandal künftig vermieden werden können.
Umweltminister Remmel sagte in der Diskussion:
"Wir müssen doch fragen: Welche Fehler hat das System?"
Außerdem sei das Kontrollnetz noch zu weitmaschig:
"Wir haben doppelt so viele Kontrolle durchgeführt, wie wir müssten, und haben das Dioxin trotzdem nicht gefunden",
stellte Remmel fest. An diesem Punkt – und das war bei den meisten weiteren Punkten nicht so – erhielt der Minister Unterstützung vom Bauernverband:
"Einiges, was Politik beschlossen hat, geht nicht weit genug. Wir brauchen intensivere Kontrollen. Wer Futtermittel in den Markt bringt, muss nachweisen, dass diese Mittel in Ordnung sind",
sagte Schulze zur Wiesch.
Buchautorin Duve nahm aber auch die VerbraucherInnen in die Pflicht.
"Es muss VerbraucherInnen stutzig machen, wenn Dinge billiger sind als in der Herstellung. Insofern sehe ich auch die Verantwortung des Verbrauchers."
Ihre Kernforderung: anständig essen.
Und für Metro-Qualitätsmanager Matern stand außer Frage, dass auch die Unternehmen gefordert sind.
Monika Düker beendete die Veranstaltung nach etwa 1 3/4 Stunde. Wer das historische Rathaus verließ, mag sich gedacht haben: Wenn sich alle dran halten, dann könnte Dioxin im Ei künftig weniger Chancen haben.




