Sylvia auf Tour
Tourtagebuch, Tag 3: Emsdetten, Ascheberg, Bocholt

9:45 Uhr
An diesem schönen Sonntag geht es als erstes auf den Weg nach Emsdetten. Hier wird Sylvia ab 11:30 Uhr das Frühschoppen der Kreis-Grünen besuchen und sich mit einer Rede und in Gesprächen an die Gäste wenden.
11:45 Uhr
Bei dem gut besuchten Wahlkampfauftakt in Emsdetten unterstützt Sylvia mit ihrer Grundsatzrede die grüne Gegenkandidatin von CDU-Mann Laumann. In ihrer Begrüßung findet die Direktkandidatin Silke Friedrich auch klare Worte zu ihrem Kontrahenten. In der Politik ginge es um Ehrlichkeit, welche Politik werde nach der Wahl gemacht. Bei den Grünen weiß man wofür sie stehen. Anders als bei der CDU, deren Vorsitzender Laumann an einem Tag vor Imkern sage, man müsse die Zubetonierung stoppen, vorher aber noch mit seiner CDU ein weiteres Industriegebiet in Randbezirken durchgeboxt habe.
Dagegen ist eine klare Linie der Verlässlichkeit für Sylvia ein zentraler Kern der politischen Arbeit: "Wir haben bewiesen: Wir halten, was wir versprechen." (Was wir geschafft haben.) Es heißt aber auch, Ergebnisse von Beteiligungsprozessen umzusetzen. "Genau das machen die Grünen und der Schulkonsens ist ein klares Beispiel dafür. Denn der Begriff Schulkonsens meint nicht nur, dass sich die Parteien geeinigt haben. Vielmehr steckt dahinter, dass über 9 Monate alle betroffenen Verbände und Interessengruppen beteiligt wurden. Und dabei wurden sie nicht nur gehört, sie haben in vielen Arbeitsgruppen und Konferenzen gemeinsam erarbeitet, was sie von unserem Bildungssystem erwarten. Und genau diese Erwartungen spiegeln sich nun im Gesetz wider."
In Gesprächen konnte Sylvia auch auf Ängste und Erwartungen von den Besuchern eingehen. Zum Beispiel auf die Sorge einer Grundschullehrerin, die sich fragt, ob ihre kleine Grundschule geschlossen wird. Mit der vorbereiteten Novelle des Schulgesetzes, dass nach der Wahl in den Landtag eingebracht werden soll, konnte Sylvia zumindest in Teilen Klarheit schaffen. "Das geplante Schulgesetzt versucht so viele der Schulstandorte zu erhalten wie nur möglich. Aber eines ist leider auch klar, wir werden nicht jede einzelne Grundschule erhalten können. Nicht, wenn die Schülerzahlen in einer Grundschule weit unter 42 Schülerinnen und Schüler sinken. Aber gerade über das Konzept der Teilstandorte kann zumindest in den meisten Stadtteilen eine wohnortnahe Grundschule gesichert werden."
14:30 Uhr
Die nächste Etappe auf der Tour durchs Münsterland ist Ascheberg, wo sich erst kürzlich ein grüner Ortsverband neu gegründet hat. Für Sylvia ist Ascheberg ein besonderer Ort, in kaum einer anderen Gemeinde war sie in den letzten Jahren so häufig, wie hier. "Die Gemeinde ist ein Symbol dafür, wie Politik von unten gemacht wird," ist sich Sylvia sicher. Hier durfte sie auch die erste Gemeinschaftsschule genehmigen. "In Gemeinden wie Ascheberg haben engagierte Bürgerinnen und Bürger in Eigenregie Konzepte für ihre Schullandschaft erarbeitet, für längeres gemeinsames lernen. Die Konzepte waren so konkretisiert, dass sie schon schnell nach dem Antritt der Minderheitsregierung genehmigungsfähig waren," erfreut sich Sylvia an der Erinnerung.
Diese Initiative in den verschiedenen Städten und Gemeinden war in den Augen der stellvertretenden Ministerpräsidentin auch der Antrieb, der zu einer Minderheitsregierung geführt hat. Denn Sylvia hatte schnell erkannt, diesen Initiativen kann man schon mit dem Gestaltungsspielraum der Regierung enorm weiterhelfen. Dass es dann sogar den Schulkonsens gegeben hat, zeigt um so mehr wie richtig der Schritt in diese Regierung war. Doch in Sylvias Augen ist auch noch viel zu tun: "Die nächste Novelle des Schulgesetzes, mit der Stärkung der Inklusion, wird schwerer umzusetzen sein und bedarf mehr Koordination. Das ist eine Mammutaufgabe, genau wie die Erhaltung der kurzen Wege zu Grundschulen in einer Zeit zurückgehender Kinderzahlen."
17:00 Uhr
Der Tag steht ganz im Zeichen der Bildung, so auch der Termin in Bocholt. Im Bocholter Europahaus trifft Sylvia auf viele Interessierte Gäste, die sich über die Neuerungen im Bildungssystem informieren möchten. Die Stadt steckt mitten im Findungsprozess, wie sie ihre Schullandschaft gestalten möchte. Nach einer detaillierten Elternbefragung steht nun zur Debatte, ob man eine Gesamtschule oder eine Sekundarschule gründet. Politisch ist die Frage noch nicht geklärt, die Eltern hatten sich allerdings mit 80 % Zustimmung deutlich für eine Gesamtschule ausgesprochen. Im Zusammenhang der Schulumgestaltung kommt auch das Thema Inklusion zur Sprache, ein "kleines Problem" sieht da eine anwesende Lehrerin. Sylvia ist da ganz ihrer Meinung, auch wenn sie es weniger als ein Problem sieht: "Das ist die größte Aufgabe, der sich unser Schulsystem in den nächsten Jahren stellen muss. 'Muss' nicht nur, weil der Europäische Gerichtshof das so vorgegeben hat, sondern weil es wichtig ist, dass wir jedes Kind mitnehmen. Unsere Gesellschaft darf niemanden ausschließen."
19:35 Uhr
Da das Thema bei den Veranstaltungen immer wieder angesprochen wird, zum Abschluss des Tages noch ein Statement von Sylvia zum Thema NRW-Haushalt:








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