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Rot-Grün in NRW
Rot-Grüne Minderheitsregierung in NRW
Die Spitzenkandidatinnen von SPD und Grünen, Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann, haben heute auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im Landtag eine rot-grüne Minderheitsregierung in NRW angekündigt.
Noch am Vormittag hatten unsere Landesvorsitzenden Daniela Schneckenburger und Arndt Klocke
die SPD zur Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung aufgefordert. Nachdem FDP-Landeschef Andreas Pinkwart gestern in einem Interview das Ende der schwarz-gelben Koalition in NRW ausgerufen hatte, entschloss sich Hannelore Kraft zu handeln - der Landesvorstand der NRW-SPD beschloss in einer Telefonkonferenz einstimmig die Bildung einer Rot-Grünen Minderheitsregierung. Auch die Grüne Verhandlungskommission beschloß nach dem Kontakt durch die SPD, einstimmig in Verhandlungen über eine Rot-Grüne Minderheitsregierung einzutreten.
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BürgerInnen haben am 9. Mai für Rot-Grün gestimmt
Damit wird Rot-Grün dem am 9. Mai erteilten Auftrag der WählerInnen gerecht, die nur noch geschäftsführende schwarz-gelbe Landesregierung abzulösen und neue Wege zu gehen. Auf der Pressekonferenz luden Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann alle im Landtag befindlichen Parteien zu einer Zusammenarbeit ein, alle sind zur Mitarbeit aufgerufen.
Bevor allerdings über Personalfragen entschieden wird, werden erst alle Sachfragen geklärt. Die Wahl zur Ministerpräsidentin soll am 13./14. Juli stattfinden. Dafür reicht im vierten Wahlgang auch eine einfache Mehrheit, sofern im Vorfeld nicht Parlamentarier der anderen Fraktionen für Hannelore Kraft stimmen werden.
Pinkwart kündigt unkonstruktive Blockkadehaltung der FDP an
Kurz nach der Rot-Grünen Pressekonferenz trat auch FDP-Chef Andreas Pinkwart vor die versammelten Journalisten. Er kündigte nicht nur an, dass die FDP (angeblich) geschlossen bei der MinisterpäsidentInnen-Wahl am 13./14. Juli Jürgen Rüttgers wählen wird (wohlgemerkt: die Abstimmung ist geheim!), sondern auch, dass die FDP in keinerlei Sachfragen mit Rot-Grün zusammenarbeiten werden wird. Damit bekräftigt sich der Eindruck aus den Sondierungsgesprächen, in denen deutlich geworden ist, dass die FDP für einen Politikwechsel in NRW nicht zur Verfügung steht und stattdessen an ihrer abgewählten Politik festklammern will.








Endlich!
Peter Neuhaus 17. Juni 2010, 22:52 UhrPeter Neuhaus
Das ist eine gute Entwicklung! Nun ist ein Politikwechsel möglich. Die Studiengebühren müssen sofort abgeschafft werden. Viele Eltern unterer sozialer Schichten können sich ein Studium ihrer Kinder nicht mehr leisten und sind froh, wenn die Kinder eine Lehre beginnen. Auch die Mittelschichten werden extrem belastet. Die Studiengebühren sind auch frauenfeindlich, da am Ende eines Studiums eine hohe Schuldenlast steht. Gleichzeitig wird gesellschaftlich erwartet, dass nach dem Studium ein Job aufgenommen und eine Familie gegründet wird. Wie soll das gehen?
Joachim Möller 18. Juni 2010, 19:04 Uhr