Internationales

Afghanistan-Konferenz in Bonn

Rahmen gesetzt, Inhalte müssen folgen

Die internationale Gemeinschaft will Afghanistan auch nach dem für 2014 geplanten Abzug der ausländischen Truppen weiter unterstützen. Dabei geht es bis 2024 u. a. um die Reform der Behörden und die Ausbildung von Sicherheitskräften, wo sich Deutschland weiter engagieren will.

Außerdem soll Geld nach Afghanistan fließen, damit das Land seine Sicherheitskräfte finanzieren und Infrastruktur und Wirtschaft wieder aufbauen kann. Die Summe, um die es bei der finanziellen Unterstützung gehen soll, haben die mehr als tausend Teilnehmer aus 60 Staaten nicht festgelegt. Das und andere, noch offene Fragen wird bei der nächsten Konferenz im Juli 2012 in Tokio zu klären sein.

Afghanistan hat im Gegenzug zugesagt, den Kampf gegen Drogenhandel und Korruption zu intensivieren sowie die Versöhnung verfeindeter gesellschaftlicher Gruppen voranzubringen. Das Ziel dabei: Die Verbesserung der Sicherheitslage in Afghanistan.

In Bonn wurde der Kurs für die weitere Afghanistan-Hilfe abgesteckt. Die Richtung stimmt, aber die entscheidenden Inhalte, wie die Frage der Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Regierung oder die Frage, wie die Aufständischen an den Verhandlungstisch geholt werden können, blieben ausgeklammert.

Trotzdem gehen von der Konferenz gute Signale aus - das zivile Engagement der internationalen Gemeinschaft und die Stärkung der zivilgesellschaftlichen und demokratischen Strukturen Afghanistans gehen weiter.

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