Atomkatastrophe Japan
Merkel und Röttgen müssen Atomkurs jetzt beenden

Zu den Äußerungen von Bundesregierung und Energiewirtschaft nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan erklären die Vorsitzenden der NRW-GRÜNEN, Monika Düker und Sven Lehmann:
"Die Bundesregierung muss spätestens jetzt erkennen, dass ihr Atomkurs ein gefährlicher Irrweg ist! Wir sind zutiefst erschüttert von der Katastrophe in Japan und den sich stündlich zuspitzenden Ereignissen in den Atomkraftwerken im Nordosten des Landes. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Opfern der Katastrophe.
Wenn Kanzlerin Merkel feststellt, dass die Sicherheit für sie das oberste Gebot des Handelns bleibe, muss sie sich angesichts von baugleichen "Schrottmeilern" in Deutschland an ihren eigenen Worten messen lassen. Und wer wie RWE-Vorstand Jäger sagt, es gebe wie in allen Lebensbereichen Restrisiken, handelt fahrlässig und ist ein Risiko für die Bevölkerung. Das Wort "Restrisiko" hat nach Japan eine ganz neue Dimension erhalten.
Nach wie vor versucht leider auch der Umweltminister und CDU Landesvorsitzende Röttgen, die Mär von der Atomkraft als Brückentechnologie aufrechtzuerhalten. Der bisherige Atom-Kurs der Bundesregierung ist angesichts der Katastrophe in Japan nicht mehr zu halten."
Die GRÜNEN NRW rufen für morgen (Montag, 14. März 2011) zur Teilnahme an Mahnwachen auf, die die Anti-Atom-Initiativen koordinieren. Die Mahnwachen für den Atomausstieg finden zwischen 18.00 und 18.30 Uhr auch in vielen Städten NRWs statt - u. a. in Dortmund, Düsseldorf, Köln, Duisburg, Gelsenkirchen, Wuppertal und Münster. Die Landesvorsitzenden der NRW-GRÜNEN werden in Düsseldorf (Monika Düker) und in Köln (Sven Lehmann) an den Mahnwachen teilnehmen.
Weitere Informationen zu den morgigen Aktivitäten finden sich bei ausgestrahlt.de.
Weitere Informationen - GRÜNE Position
Auszug aus dem Freiburger BDK-Beschluss vom November 2010 zu "100% Zukunft statt Atom - Das Grüne Energiekonzept":
Unser Ziel bleibt der schnellstmögliche Ausstieg. Die sieben ältesten AKWs (Neckarwestheim 1, Biblis A und B, Isar 1, Brunsbüttel, Unterweser, Philippsburg 1) sowie den Pannenreaktor Krümmel wollen wir sofort stilllegen. Den vorübergehenden Weiterbetrieb der anderen Atomanlagen machen wir von strengsten Sicherheitsauflagen abhängig. Wir wollen Brennstoffproduktion für Atomkraft in Deutschland beenden und prüfen, inwieweit die Genehmigung für die Urananreicherungsanlage Gronau als Teil der atomaren Brennstoffkette zurückgenommen oder eingeschränkt werden kann.




