Politischer Aschermittwoch
Jürgen Trittin und Sven Giegold stimmen in Köln auf anstehende Wahlkämpfe ein

So entwarf Trittin in seiner Rede die Vision eines neuen grünen Gesellschaftsvertrags.
"Wer der Krise entgegenwirken will, muss investieren für morgen",
sagte Trittin vor fast 300 Gästen im Alten Pfandhaus Köln.
"Wir wollen, dass Klima, Gerechtigkeit und Freiheit wieder im Mittelpunkt der Politik in Deutschland stehen. Dafür streiten wir Grünen."
An die Adresse der Bundesregierung sagte Trittin:
"Lasst uns dafür kämpfen, dass grüne Ideen zur Abwrackprämie für die große Koalition werden. Das ist die beste Antwort auf die Krise. Wir wollen das Land nicht länger dem närrischen Dreigestirn der Krisenbekämpfer Prinz Peer, Bauer Horst und Jungfrau Angela überlassen."
Trittin schloss mit den Worten:
"Nicht am Aschermittwoch, sondern am 27. September ist es zumindest mit zwei Dingen vorbei - 1. mit den schwarz-gelben Träumereien, 2. mit der großen Koalition."

Giegold nahm auch den neuen Bundeswirtschaftsminister ins Visier:
"Von Guttenberg versteht die Finanzkrise genauso wenig wie ein Nashorn Differenzialrechnung."
Und zur Möglichkeit einer Ampelkoalition nach der Bundestagswahl im September sagte der NRW-Kandidat fürs Europaparlament:
"Mit der Ampel ist es in der Politik wie im Straßenverkehr: Die einzig schöne Farbe ist Grün!"
Auch die Bedeutung NRWs bei der Europawahl hob Giegold hervor, denn jede NRW-Stimme bei der Europawahl sei eine Stimme für ein Europaparlament ohne CSU.
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