Bildungsstreik
Gute Bildung für Alle.

Der Bildungsstreik ist richtig und notwendig! Immer noch sind Landes- und Bundesregierung nicht bereit, die notwendigen Korrekturen in der Schulpolitik und der Studienfinanzierung vorzunehmen. Dass das Schulministerium angesichts des bewundernswerten Engagements von Schülerinnen und Schülern, von Studentinnen und Studenten alles tut, um deren Einsatz für die Bildung zu verhindern, ist armselig.
Als GRÜNE NRW unterstützen wir die Studierende und ihre Forderungen. Ihre Unzufriedenheit an der schwarz-gelben Hochschul- und Bildungspolitik ist gerechtfertigt. Zum bundesweiten Bildungsstreik erklären die Vorsitzenden der Grünen NRW, Daniela Schneckenburger und Arndt Klock:
"Der Bildungsstreik ist richtig und notwendig! Immer noch sind Landes- und Bundesregierung nicht bereit, die notwendigen Korrekturen in der Schulpolitik und der Studienfinanzierung vorzunehmen. Dass das Schulministerium angesichts des bewundernswerten Engagements von Schülerinnen und Schülern, von Studentinnen und Studenten alles tut, um deren Einsatz für die Bildung zu verhindern, ist armselig."
Deutschland steckt in der Bildungskrise. Der Staat wird seiner bildungspolitischen Verantwortung nicht gerecht und lässt das Bildungssystem sehenden Auges an die Wand fahren. Zugangsgerechtigkeit und gute Bildung
an unseren Schulen und Hochschulen bleiben auf der Strecke. Mit ihren bundesweiten Protesten setzen Schülerschaft und Studierende ein starkes Zeichen für den notwendigen Kurswechsel in der Bildungs- und Hochschulpolitik. Konsequenzen müssen nun folgen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern deshalb:
- Die Bundesregierung muss endlich gemeinsam mit den Ländern die Unterfinanzierung des deutschen Bildungssystems überwinden. Deutschland investiert bloß 4,8% seiner Wirtschaftskraft in Bildung, während es im OECD-Durchschnitt 6,1% sind.
- Das vielerorts konzeptionslos und schlecht vorbereitet eingeführte achtjährige Gymnasium muss reformiert und die Lehrpläne entfrachtet werden.
- Länder und Hochschulen müssen die Bologna-Reform korrigieren. Verschulung und Arbeitsüberlastung müssen zurückgenommen, die Gesamtdauer von Bachelor-Studiengängen flexibler gehandhabt und der Wechsel zwischen Hochschulen im In- und Ausland erleichtert werden.
- Absolventinnen und Absolventen von Bachelor-Studiengängen soll die Möglichkeit eines Master-Studienganges offen stehen. Auch deshalb brauchen wir einen ambitionierten Ausbau der Studienplätze.
- Studiengebühren gehören abgeschafft! Nur so ist die dringend erforderliche soziale Öffnung der Hochschulen zu schaffen. Arbeiterkinder dürfen keine Exoten auf dem Campus sein.
- Schülerschaft und Studierende müssen auch nach dem Streik ernst genommen werden. Sie müssen bei den Reformen an Bildungseinrichtungen über paritätisch besetzte Gremien demokratisch einbezogen werden.




