Christopher Street Day in Köln
Freiheit muss erkämpft werden
"Seit genau 40 Jahren streiten Lesben und Schwule für gleiche Rechte - aber es bleibt noch immer viel zu tun",
erklärt der Vorsitzende der NRW-Grünen, Arndt Klocke, zum Kölner CSD an diesem Wochenende in Köln. So verweigert die CDU/CSU die Gleichstellung von schwulen und lesbischen eingetragenen Partnerschaften im Steuer- und Erbrecht.
Wir Grünen wollen es Spanien, den Niederlanden und zahlreichen anderen europäischen Staaten gleichmachen und fordern die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare. Wir wollen des Weiteren den Grundgesetz-Artikel 3 um die "sexuelle Orientierung" ergänzen und so ein Diskriminierungsverbot in der Verfassung verankern. Die NRW-Grünen werden sich verstärkt für die Einführung eines "Familienvertrages" einsetzen, um Kinder aus Patchwork-Familien rechtlich besser abzusichern.
Vor genau 40 Jahren rebellierten Lesben und Schwule erstmals auf der New Yorker Christopher Street gegen polizeiliche Übergriffe und brutale Diskriminierungen. "Ein Jahr später fanden die ersten Gay-Pride"-Demonstrationen für Gleichberechtigung in den USA statt. Seit Ende der 70er Jahre gehen auch in Deutschland in jedem Sommer viele Tausend Menschen bei den CSD-Paraden auf die Straße. Seitdem wurde vieles gesellschaftliche und politisch erreicht. Zahlreiche Forderungen sind aber bis heute offen geblieben.
Die Grünen NRW nehmen am Sonntag mit einem eigenen Parade-Wagen mit der Nr. 82 an der CSD-Parade in Köln teil. Dabei sein wird auch die Spitzenkandidaten der Grünen für die Bundestagswahl, die Fraktionsvorsitzende im Bundestag Renate Künast.




