Neue Pisa-Studie
Etwas besser ist noch lange nicht gut!

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Grünen NRW, Sven Lehmann:
"Noch immer ist Deutschland von der Spitze im internationalen Vergleich weit entfernt. Hoffnung machen die Fortschritte in Mathematik und Naturwissenschaft - Sorge dagegen die Stagnation im Textverständnis und Lesen.
Die neue Studien zeigt: Die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler sind die, die Motivation zum lebensbegleitenden Lernen mitbringen. Genau das muss der Auftrag von Schule im 21. Jahrhundert sein. Zwar haben die deutschen Bundesländer im Vergleich zur letzten Studie leicht aufgeholt. Sie liegen aber noch immer weit hinter den Spitzenreitern, vor allem in Skandinavien. An diesen erfolgreichen Bildungsnationen müssen wir uns orientieren, denn sie schaffen es, individuelle Förderung und Bildungsgerechtigkeit zu einem Standortvorteil zu machen.
Vor allem müssen wir weiter umdenken: Lehrerinnen und Lehrer unterrichten nicht Fächer, sondern Kinder. Das bedeutet, dass wir weiterhin alles für eine bessere individuelle Förderung tun müssen. Dazu gehört es, am Ziel des längeren gemeinsamen Lernens festzuhalten und Lehrerinnen und Lehrern mehr Raum und Zeit für Förderung geben - zum Beispiel durch den weiteren Ausbau des Ganztags und die Entrümpelung der Lehrpläne. All diese Forderungen sind bei der NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann in guten Händen.
PISA ist eine Erfolgsgeschichte, weil es Deutschland wachgerüttelt hat. Vor allem die Bedeutung frühkindlicher Bildung und die systematische Benachteiligung von Kindern aus Zuwandererfamilien sind in den Fokus gerückt. Viele Maßnahmen, die seitdem ergriffen wurden, sind richtig, z.B. die verstärkte Sprachförderung und die Zusammenlegung von Schulformen, um Bildungsbarrieren abzubauen.
Leider hat sich z.B. mit dem Volksentscheid in Hamburg aber auch gezeigt, dass konsequente Reformen unserer Schulstruktur an massiven Widerständen scheitern, bei denen es nicht immer um das Wohl aller Kinder geht. Systematische Bildungsreformer wie Schweden und Finnland waren hier in der Vergangenheit konsequenter und sind jetzt erfolgreicher."
Kommentare
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Bernd Sebastian 48268 Greven





Man muß in Dekaden denken damit Ergebnisse wahrgenommen werden.Wie lange braucht es, bis die letzte Lehrkraft anfängt umzudenken?