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26. April 2010

Versetzung gefährdet

Blauer Brief für Schulministerin Barbara Sommer

Grüne NRW übergeben Blauen Brief an Schulministerin Barbara Sommer - sie ist akut versetzungsgefährdet. So wurden ihre Leistungen im Durchschnitt mit der Note 5 bewertet.

Abgelegt unter: Bildung, Schule

"Das sind fast durchweg schlechte Leistungen, die wir von den Ministern Sommer und Pinkwart in den vergangenen fünf Jahren erlebt haben",

sagte der Vorsitzende der NRW-Grünen, Arndt Klocke, heute bei der Übergabe eines symbolischen blauen Briefes an Schulministerin Sommer.

Die Grünen NRW fanden: Es wird Zeit, dass auch die Minister, die Gesetze zu den Themen Schule und Hochschule auf den Weg bringen, endlich mal für ihre Arbeit benotet werden. Denn schließlich legen sie fest, unter welchen Bedingungen SchülerInnen und Studierende lernen und zum Abschluss kommen müssen.

"Nicht zuletzt die Bildungsstreiks, die aktuell wieder stattfinden, zeigen uns: Es gibt vieles, das im Argen liegt und verbessert werden müsste",

sagte Klocke.

"Zu große Klassen, das G8, Kopfnoten, Leistungsstress und ein sozial ungerechtes Schulsystem gehören dazu genauso wie unsoziale Studiengebühren, überfüllte Seminare und ein Hochschulfreiheitsgesetz, das den Namen nicht verdient. Hier besteht zwingend Handlungsbedarf. Aber die zuständigen Minister sitzen das aus bzw. halten ideologisch verblendend an einer völlig veralterten Lernkultur fest.

Deshalb stellen wir fest: Die Versetzung der Minister Sommer und Pinkwart ist vermutlich nicht mehr zu retten und haben über unser Online-Tool "Meine Kampagne" dazu aufgerufen, den beiden Ministern Zwischenzeugnisse zu schreiben. Schlechter hätten diese kaum ausfallen können."

 

120 Zeugnisse sind bei der Aktion an Sommer und Pinkwart gegangen. Bewertet wurden bei Ministerin Sommer (Durchschnittsnoten in Klammern):

  • als Kopfnoten: Leistungsbereitschaft (4), Zuverlässigkeit/Sorgfalt (4), Sozialverhalten (5)
  • als "Fächer": Soziale Gerechtigkeit (5), Förderung der Lehrerausbildung (4), Chancengerechtigkeit unabhängig von sozialer oder kultureller Herkunft (5), Förderung in-novativer Lernstrategien (5), Förderung kleinerer Klassen (5), Einschränken der pädagogischen Freiheit (2), Ablehnen demokratischer Mitbestimmung (2), Durchsetzen eines Stress fördernden Lernklimas (2)

Der blaue Brief enthält die Fächer mit der Durchschnittsnote 5.

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Kommentare

Begeht das ministeriumder Frau Sommer Rechtsbeugung?

Prüfungsordnung Sek 1 § 30 Abs. 3 wird durch Verordnung des Ministeriums ausser Kraft gesetzt,
"Ergeben
sich bei der Berechnung der Abschlussnote Dezimalstellen, so ist bis
einschließlich zur Dezimalstelle 5 die bessere Note festzusetzen." wird nicht mehr angewendet, bzw. angeblich nur noch bezogen auf Nachprüfung gültig. Eine Nachprüfung ist bei einer Note Abweichung jedoch nicht zulässig. Durch diese widerrechtliche Auslegung verliert nicht nur mein sohn die Zugangsberechtigung zur gymn. Oberstufe. Bitte um sofortige politische Einflußnahme.
Viel Erfolg für die neue Regierung!!!
mfg J. Lange

Jo Lange 8. Juli 2010, 15:04 Uhr

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