Hochschule

Bildungsstreik 2009

Bildung in der Krise. Die Zeichen stehen auf Streik.

Studierende, Schülerinnen und Schüler haben sich zusammengetan, um bundesweit gegen die unhaltbaren Zustände im deutschen Bildungssystem zu demonstrieren - und sie haben Recht!

Unser dreigliedriges Schulsystem ist rückständig, vor allem die völlig misslungene Einführung des Turboabis macht die Situation an Schulen miserabel, die Klassen sind zu groß, Lehrer fehlen, die soziale Selektion verhindert Chancengleicheit, die Umstellung auf Bachelor- und Master-Abschlüsse bringt’s an den Unis überhaupt nicht, Studiengebühren sind falsch und, und, und – die Liste der Missstände in der Schul- und Hochschulpolitik lässt sich beliebig fortsetzen. Deshalb sagen auch die Grünen NRW: Studierende, Schülerinnen und Schüler haben Recht – der Bildungsstreik ist richtig und notwendig!


Deshalb unterstützen die Grünen NRW den Bildungsstreik und rufen zur Teilnahme an den verschiedenen Aktionen und Demonstrationen auf. Der Veränderungsbedarf im chronisch unterfinanzierten Bildungssystem ist offensichtlich.

Immer noch sind Landes- und Bundesregierung nicht bereit, die notwendigen Korrekturen vorzunehmen. Als Grüne wollen wir aber ideologische Schranken im Bildungssystem abbauen, handwerkliche Fehler bei der Umstrukturierung der Studiengänge beseitigen und die Finanzierung der Bildungseinrichtungen deutlich verbessern.
Denn: Investitionen in die Bildung und damit in die Zukunftschancen junger Menschen sind nicht trotz, sondern gerade auch wegen der Wirtschaftskrise das beste Zukunftsprogramm. Deshalb sehen wir die Lösung der Krise mit unserem Grünen New Deal gerade in Investitionen in den Bildungsbereich und den Klimaschutz. Deutschland nimmt in der EU Platz 25 bei den Bildungsausgaben ein.

Der bundesweite fünftägige Bildungsstreik hatte mit zahlreichen Aktionen an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen in mehr als 60 Städten begonnen – unter anderem mit friedlichen Besetzungen, Blockaden, alternativen Vorlesungen und symbolischen Banküberfällen.

Der zentrale Aktionstag ist Mittwoch, der 17. Juni mit Demos in über 80 Städten -  die Organisatoren erwarten rund 150.000 Menschen. In NRW sind an diesem Tag in fast allen großen Städten an Rhein und Ruhr Demonstrationen und dezentrale Aktionen geplant. Mit einer zentralen Großdemonstration in Düsseldorf soll die Streikwoche am Samstag, 20. Juni beendet werden.

Alle wichtigen Infos zum Bildungsstreik gibt es unter:
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bildungsstreik2009.de

Einige Zitate zur Dokumentation der ideologischen Schranken bei CDU und FDP:
Christian Lindner, FDP-Generalsekretär:

„Im Bildungsstreik haben sich linke Gruppen verbunden, um in neuer Form uralte Forderungen zu erheben. Schüler und Studenten sollten sich nicht vor den karren dieser abgehobenen Ideologen spannen lassen. Wer beim Bildungsstreik mitmacht, beschädigt seine eigenen Zukunftschancen. Mit einem leistungslosen und von der Arbeitswelt abgekoppelten Bildungssystem verteidigen wir unseren Wohlstand nämlich nicht.“

Das NRW-Schulministerium:

„Protest muss außerhalb der Schulzeiten erfolgen. Schüler haben kein politisches Streikrecht, das sie legitimieren könnte, während des Unterrichts ihre Unzufriedenheit über politische Sachverhalte zu dokumentieren. Wer in dieser Woche den Unterricht nicht besucht, muss die Fehlzeit mit einem ärztlichen Attest begründen.“


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