CDU-Schulkonzept
Bewegung, aber kein großer Wurf

Sven Lehmann erklärt:
"Mit dem heutigen Beschluss des CDU-Landesvorstands kommt zumindest etwas Bewegung in die bis jetzt starre Schulideologie der CDU. Wir begrüßen die Bewegung, auch wenn es sich wahrlich nicht um einen großen Wurf handelt. Offenbar verhindern die Schatten der Vergangenheit noch einen wirklichen Aufbruch. Unter der Regierung Rüttgers wurde das Glaubenscredo zur Zukunft der Hauptschule noch täglich heruntergebetet, obwohl die Anmeldezahlen längst eine andere Sprache sprechen. Jetzt ist die CDU offenbar zumindest bereit, über Schulverbünde auch in Städten nachzudenken. Die Türen für einen Schulkonsens in NRW sind bei uns Grünen weiterhin geöffnet.
Leider bleibt die CDU aber in ihrem Beschluss nach einigen Trippelschritten wieder stehen. Es reicht nicht, Verbundschulen auch in Städten zu ermöglichen oder die Gesamtschule nicht mehr zu bekämpfen. Uns Grünen geht es um mehr Bildungsqualität für alle Schülerinnen und Schüler. Wir wollen längeres gemeinsames Lernen und neue Schulangebote mit gymnasialen Standards - auch dort, wo es heute noch keine Gymnasien gibt.
Das große Interesse der Schulen und Schulträger an der Einrichtung von Gemeinschaftsschulen spricht für sich. Es ist gut, dass Schulministerin Löhrmann jetzt eine Änderung des Schulgesetzes angehen will. Wir laden alle Parteien und Fraktionen ein, an diesem Schulkonsens mitzuarbeiten und die neu aufkeimende Schulentwicklung zu befördern. Hier steht besonders die CDU in der Verantwortung. Denn es sind auch ihre Bürgermeister vor Ort, die diesen Aufbruch wollen."
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