Landtagswahl 2010

Nach der Landtagswahl

Auswertung und Ausblick

Die NRW Grünen haben bei der Landtagswahl ihre Wahlziele erreicht: Schwarz-Gelb ist abgewählt. Die Grünen sind mit ihrem besten Ergebnis bei einer Landtagswahl in NRW drittstärkste Kraft.

Wir haben beginnend mit der Europawahl zum vierten Mal in Folge ein hervorragendes grünes Ergebnis erzielt - Grüne Politik ist breit bei den Menschen angekommen! Das Ergebnis von 12,1% (940.770 Stimmen) ist eine klare Bestätigung für unseren Zukunftsplan für Nordrhein-Westfalen und auch ein klarer Auftrag, ihn umzusetzen.



Die ersten Gespräche werden mit der SPD geführt. Zwar hat es für Rot-Grün knapp nicht gereicht, aber die Menschen in NRW haben gestern für einen Politikwechsel gestimmt – weg von der unsozialen, unökologischen wie marktradikalen "Privat-vor-Staat"-Politik von Jürgen Rüttgers und Andreas Pinkwart. Deshalb gilt es für uns, verantwortlich auszuloten, was geht. Wir führen das Gespräch mit der SPD und sie muss entscheiden, ob sie die Linkspartei für stabil genug hält und ob Hannelore Kraft sich von der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen will. Eine Tolerierung von Rot-Grün durch die Linkspartei kommt für uns aber nach wie vor nicht in Frage.

Wir stellen unseren Zukunftsplan und unsere Inhalte in den Mittelpunkt von Gesprächen. Dabei verstehen wir uns als Stimme der Vernunft.

Zentrales Thema Bildung

Mitentscheidend  bei dieser Landtagswahl war das Thema Bildung. Schwarz-Gelb hat in der Bildungspolitik an etwas festgehalten, was die Menschen nicht mehr wollen – das gilt insbesondere für die Hauptschulen. Dafür muss es Alternativen geben und dafür haben uns unsere Wählerinnen und Wähler nach der Umwelt-, Klima- und Energiepolitik gewählt (37% sagten, dass sie die Grünen wegen ihrer Bildungspolitik gewählt haben, 51% wegen der Umweltpolitik). Das sklavische Festhalten von Jürgen Rüttgers an der Hauptschule, an der unsozialen Selektion nach der vierten Klasse und am mehrgliedrigen Schulsystem ist gescheitert.

Kommentare

  1. zarathustra
    moin

    grün hat sich doch bereits öffentlich auf rot-rot festegelgt.
    frau loehrmanns äusserungen sind eindeutig. grün will keine ampel.
  2. Christian Fröndenberg
    Hallo alle miteinander,

    wenn ich die all Kommentare lese, dann ist das wohl eine klare Aussage für grün-rot-rot.
    Wenn es, wie ich inständig hoffe, zu Sondierungsgesprächen mit den Linken kommt, wird hier die Schwierigkeit liegen. Wenn die Linken überzogene Forderungen haben und die reale Chance, die sie ja nun haben, nicht erkennen, werden sie Grün-Rot in eine Ampel zwingen. Also werde ich als Grass-Grüner den Linken in meinem Ortsverband bis hin zum Landesverband ein paar Mails schreiben. Nur so geht’s!!
  3. Harald GE
    Überhaupt die Idee zu haben, mit einer Kaderpartei, deren Familienflügel sich auf Kreisparteitagen regelmäßig Schlägereien liefern, zu koalieren ist schon drollig.
    Auch die Grünen waren erst mal die Schmuddelkinder. Gebt den Linken 1 - 2 Wahlperioden mit ordentlich Diäten und die Spreu wird sich auch dort vom Weizen trennen.
    Bis dahin: lasst sie im Sandkasten und werdet das nächste mal 2-stärkste Kraft. Mir ist doch wurst, wer unter grüner Fuchtel das Ministerpräsimännchen (oder -weibchen) stellt!
  4. Christian Fröndenberg
    Ich kann’s kaum glauben......bin ziemlich enttäuscht und stinksauer.
    Die Grünen sind die Einzigen die sauber aus der Nummer raus sind.

    Was für eine Katastrophe die CDU noch weiter am Hals zu haben.
    Große Koalition geht gar nicht.
    Die Konsequenz ist absoluter Stillstand in NRW.
    Von den Linken habe ich mehr erwartet.
    Sie haben Ihre Chance vertan und sich als nicht wählbar und
    als völlig realitätsfern dargestellt. Gott wie kann man nur……so was versauen?
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