Castor-Transport
Aktionstag gegen Atommüll-Transporte
Die Grünen NRW beteiligen sich am kommenden Samstag (23. Oktober) am bundesweiten Castor-Strecken-Aktionstag und rufen zur Teilnahme auf. Zusammen mit den Anti-Atom-Initiativen wollen die Grünen an diesem Tag gegen die Transporte von Atommüll protestieren. Eine der Aktionsstrecken ist Jülich-Ahaus. In Jülich liegt der Atommüll des Forschungsreaktors, in Ahaus gibt es das Atommüllzwischenlager. An beiden Orten werden die Grünen NRW dabei sein.
"Der heiße Herbst gegen den atomaren Wahnsinn geht auch in Nordrhein-Westfalen weiter", erklärt die Vorsitzende der Grünen NRW, Monika Düker. "Am Samstag protestieren wir u. a. gegen den aktuell geplanten Atommülltransport aus 18 Castoren mit 951 hochradioaktiven Brennstäben von Ahaus ins russische Majak. Dieser Transport ist unsinnig, gefährlich und vor allem unverantwortlich angesichts des Zielorts am Ural - eine der durch zahlreiche Störfälle in der Wiederaufbereitungsanlage der am höchsten verstrahlten Regionen der Welt. Auch wenn das Material aus Russland stammt, treten wir angesichts der Gefährdung für einen Verbleib in Ahaus ein. Atommüll muss perspektivisch grundsätzlich an den Nutzungsstandorten zwischengelagert und nicht weiter quer durch die Republik gefahren werden."
Der Protest in Ahaus beginnt am Samstag um 13 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz mit einer Kundgebung. Nach Aktionen entlang der Castorstrecke ist der Abschluss zwischen 15 Uhr und 15.30 Uhr vor dem Bahnhof vorgesehen.
In Jülich ist bereits für den Vormittag von 9.00 - 10.00 Uhr ein Anti-Atom-Spaziergang geplant. Startpunkt ist der Haltepunkt der Rurtalbahn "Forschungszentrum", Waldstraße in Jülich.
Nur wenige hundert Meter von dort entfernt lagern 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Versuchsreaktor AVR Jülich, die das Forschungszentrum mit einer Vielzahl von Atomtransporten ins Zwischenlager nach Ahaus bringen lassen will. Atomkraftgegner, Grüne und NRW-Landesregierung lehnen diese Transporte als gefährlich, überflüssig, teuer und gegenüber der Öffentlichkeit nicht begründbar ab.




