Lesben & Schwule

Homosexualität

Äußerungen von Bischof Overbeck sind inakzeptabel!

Die Äußerungen von Bischof Overbeck in der TV-Sendung Anne Will über Homosexualität sind empörend und diskriminierend. Seine Aussagen entsprechen nicht der Werteordnung unseres Landes und verstoßen auch gegen grundlegende Menschenrechte.

Zu den Äußerungen des Essener Ruhr-Bischofs Franz-Josef Overbeck zur Homosexualität in der Sendung "Anne Will" erklärt der Landesvorsitzende der Grünen Arndt Klocke:

"Die Äußerungen Overbecks, Homosexualität sei "widernatürlich und eine menschliche Fehlentwicklung" sind empörend und diskriminierend. Man fühlt sich an schlimmste längst überwunden geglaubte Ressentiments erinnert. Seine Aussagen entsprechen nicht der Werteordnung unseres Landes und verstoßen gegen grundlegende Menschenrechte.
Mit der Streichung des §175, der Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft und der Verabschiedung des Allgemeinen Gleichbehandlungs-Gesetzes hat der deutsche Gesetzgeber eine Gleichstellung aller Lebensformen in Deutschland in der Gesetzgebung festgeschrieben.

Wir Grüne erwarten von allen Religionsgemeinschaften in unserem Land, dass sie in Wort und Schrift diese Gesetze einhalten und die dort formulierten Werte an ihre Mitglieder vermitteln.

Wenn jetzt der Ruhrbischof Overbeck vor einem Millionenpublikum Lesben und Schwule der Sünde und Widernatürlichkeit bezichtigt, dann predigt er nicht Nächstenliebe und Barmherzigkeit, sondern diskriminiert und entwürdigt Lesben und Schwulen - das ist inakzeptabel".

Kommentare

  1. Paul
    Das einzige, was mich immer wieder überrascht: Die Leute sind von solchen Äußerungen der Kirche immer wieder überrascht. Oder von Erziehungsmethoden aus dunkelster Vergangenheit in kirchlichen Institutionen. Oder Ähnlichem. Warum eigentlich? Das Verhalten der Kirche ist genau das, was ich von ihr erwarte.
    Das ist nicht schön, aber wenn die Kirche eines deutlich gemacht hat, dann dass der Weg zurück führt. Also in die Vergangenheit. Wo sie gerne glücklich werden kann. Ich bleib´ solang hier.
  2. Chrischan Hamburg
    Ich schlage vor, daß die Grünen erstmal in ihrer Odenwald-Kaderschmiede aufräumen und sich dann über die Verfehlungen anderer äussern.
    Oder wecken "Danny" Cohn-Bendits Jugenderinnerungen verborgene Begehrlichkeiten?
  3. Андреий
    So ein „erstmal“-Argument zeugt selten von anspruchsvollem Diskussionsniveau dessen, der es heranzieht.

    Ihre letzte Andeutung ist unverschämt und absurd.
  4. Andreas Münster
    O.K., mehr Toleranz könnte man von der katholischen Kirche erwarten, gerade jetzt, wo sie so an dem Pranger steht, aber auf der anderen Seite kann Herr Overbeck nicht anders reagieren, da es seine Kirche so vorgibt, auch das müssen wir respektieren. Der Text in der Bibel: Römer 1,Vers 27 kann halt unterschiedlich ausgelegt werden. Aber wichtig gilt es festzuhalten, dass Gott ALLE Menschen liebt und niemanden diskriminiert. Bestimmte Verhaltensweisen jedoch sind immer zu hinterfragen. Da erinnere ich nur an das Gebot nicht die Ehe zu brechen. egal ob Homo- oder heterosexuell.
  5. Noctuus Freudenberg
    Was ist das denn für ein Stuss? Wird über Glaubensinhalte neuerdings im Bundestag entschieden? Schuster bleib bei Deinen Leisten, kann man da nur sagen. Gesetze gelten für alle, aber die Gedanken sind frei, und moralische Grundüberzeugungen sind zum Glück nicht strafbar.
    In einer pluralistischen Gesellschaft muß der Bischof sein Bekenntnis vertreten dürfen. Die Grünen halten dagegen. Beides ist auch zu akzeptieren.
  6. Aviator
    Homosexualität ist etwas völlig natürliches, sonst käme es beim Menschen nämlich gar nicht vor.
    Gerade der Kathole sollte sich doch in den heutigen Tagen sehr sehr zurückhalten. MIr jedenfalls ist es lieber, Sexualität findet beim CSD im Gebüsch statt als in Ettal mit Kindern....
  7. Hendrik Gummersbach
    Jeder kann und darf da eine Meinung haben. Die Gedanken sind frei! Overbeck hat nichts verbotenes getan. Die Grünen sollen sich auf ihr Kernthemen beschränken statt ständig Schwule und Lesben in den Vordergrund zu stellen.
  8. Ulrich Seidel Bad Salzuflen
    Das Gute an Bischof Overbecks Aussagen ist ihre völlige Irrelevanz. Wer bitteschön interessiert sich heute noch für die Aussagen einer hoffnungslos verkrusteten, unbeweglichen und intoleranten Männerinstitution, die nur durch staatliche Alimentierung am Leben (besser Wachkoma) gehalten wird?
  9. Hans Mann
    Liebe Grünen,

    1. Wie diskriminierend und unverschämt waren eigentlich die Äußerungen von Jörges und Praunheim in besagter Sendung?

    2. Wenn die Grünen in letzter Zeit etwas zur Kath. Kirche erklären, kann man sich nie ganz sicher sein, ob da nicht doch ein Funktionär der anti-kirchlichen "Humanistischen Union" spricht, deren prominenteste Mitglieder ja Künast und Roth sind. Machen Sie sich da nicht auch zum Sprachrohr einer bestimmten "Konfession"?

    3. Befassen Sie sich doch mal bitte ernsthaft und mindestens ebenso wertschätzend, wie sie für die Rechte der Muslime entreten, mit dem katholischen Glauben und der Situation der katholischen Kirche, die immerhin die Religionsgemeinschaft von fast einem Drittel unserer bundesdeutschen Bevölkerung ist.
  10. Marianne
    Bischof Overbeck hat klar die Wahrheit Jesu Christi aufgezeigt, wie sie die katholische Kirche seit 2000 Jahren vermittelt. Die Kirche sagt deutlich, daß der homosexuelle Mensch mit Achtung zu behandeln, die homosexuelle Handlung jedoch Sünde ist.
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