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6. Juli 2007

50 Jahre Gleichstellung in der EU - Wie weit sind wir gekommen?

Am 5. Juli 07 erinnerte die Fraktion der Grünen im Europaparlament an den Anfang der geschlechterpolitischen Gesetzgebung vor 50 Jahren in Rom.

Abgelegt unter: Frauen, Europa

Damals wurde der Grundstein für gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit gelegt. Zwar taten die Gründungsväter dies nicht aus feministischer Einsicht, sondern aus rein marktwirtschaftlichen Erwägungen, trotzdem brachten sie einen unaufhaltsamen Stein für die Frauen in Europa ins Rollen. Noch heute ist der Rückenwind der europäischen Rechtssprechung auch für die Gleichstellung in Deutschland wichtig und nötig.

 

Raül Romeva, der stellvertretende Vorsitzende des Frauenauschusses stellte fest:

 

"Das Ringen um die Gleichstellung gleicht einem Marathon, bei dem Frauen einen besonders schweren Rucksack tragen müssen. Das ist und bleibt ungerecht. Als passionierter Marathonläufer möchte ich die Männer und Frauen in Europa auffordern, die Lasten besser zu verteilen. Gemeinsam laufen ist leichter und macht mehr Spaß."

 

Teilnehmerinnen der Podien kamen aus Frankreich, Polen, Spanien, Irland, Holland und Deutschland. Die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik in NRW Judith Hasselmann nutzte die Chance zu einem intensiven internationalen Austausch. Zusammen mit der ehemaligen Gleichstellungsministerin Italiens Laura Balbo war sie sicher, dass eine zukunftsfeste Frauenpolitik nur zusammen mit jungen Frauen funktionieren wird. Von der Referentin aus Katalanien Maria Martinez ließ sie sich das neue Green Gender Observartory in Barcelona vorstellen.

 

Judith Hasselmann:

 

"Nach 50 Jahren fragen sich viele Frauen natürlich: Wie weit ist es denn noch? Dann hilft es, die Koffer zu packen, nach Brüssel zu fahren und eine neue Perspektive einzunehmen. Wir haben damals so unterschiedlich angefangen, heute sind die Probleme aber sehr vergleichbar. Und deshalb sind sich die Frauen Europas näher als sie denken. Frauenpolitisch durchhalten, Reserven aufsparen und die Zielgerade fixieren.  Marathonlaufen ist für uns doch ein Klacks!"

 

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