Veranstaltung

Grüne im Dialog

10 Jahre danach - Perspektiven für Afghanistan?

Im September 2011 jähren sich zum zehnten Mal die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York. Kurz darauf wurde mit dem "war on terror" in Afghanistan ein Krieg begonnen, der bis heute anhält.

Auch wenn es etliche Fortschritte beim zivilen Aufbau gibt, ist das Land am Hindukusch nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt und ein Schauplatz von Anschlägen, politischen Konflikten und Drogenhandel. GRÜNE haben bereits vor Jahren einen deutlichen Strategiewechsel weg von militärischer Eskalation hin zum zivilen Aufbau gefordert. 

Bis 2014 will die internationale Schutztruppe ISAF die Verantwortung für die Sicherheit an die afghanische Armee und Polizei übergeben Dies wird das Land vor neue Herausforderungen stellen. Die Erwartungen an die im kommenden Dezember in Bonn stattfindende Außenministerkonferenz sind entsprechend hoch gesteckt.

10 Jahre danach fragen wir: Was sind die Perspektiven für Afghanistan? Wie kann die internationale Gemeinschaft den zivilen Aufbau weiter voranbringen und gleichzeitig die Sicherheitsverantwortung an die afghanische Regierung übergeben? Wie kann ein politischer Prozess zur Versöhnung in Afghanistan angestoßen werden? Welche politischen Kräfte müssen unterstützt werden? Wie ist die Lage der Bundeswehr vor Ort? Welche Erwartungen haben wir an die Bonner Außenministerkonferenz im November?

Wir laden ein zum Dialog mit

  • Frithjof Schmidt MdB, stellv. Vorsitzender GRÜNE Bundestagsfraktion
  • Mike Bratzke, Länderreferent Afghanistan, Deutsche Welthungerhilfe e.V.
  • Roland Schüler, Friedensbildungswerk Köln
  • Oberst Ralf Kneflowski, Kommandeur Landeskommando NRW
  • Dr. Monika Hauser, geschäftsführendes Vorstandsmitglied von medica mondiale e. V.
  • Moderation: Sven Lehmann, Landesvorsitzender GRÜNE NRW

Begrüßung durch die SprecherInnen der Landesarbeitsgemeinschaft Europa, Frieden und Internationales, Ditte Durack und Stephan Hense

Ort und Uhrzeit

  • Freitag, 16. September 2011, 19:00 Uhr
  • LVR LandesMuseum, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Livestream und Online-Beteiligung

Die Diskussion wird per Livestream übertragen. Auch unsere Online-ZuschauerInnen können mitdiskutieren: Stellt uns Fragen per Twitter  (mit dem Hashtag #gid), kommentiert auf unserer GRÜNEN Facebook-Seite oder kommentiert diesen Artikel.

Kommentare

  1. Helmut W. Bonn
    Frau Dr. Hauser hat sich durch den Vergleich des afghanischen Regimes während der russischen Besatzung mit dem Naziregime in Deutschland vollkommen disqualifiziert.
    Solche Äußerungen relativieren die Verbrechen der Nazis.
    Das ist beschämend, Frau Dr. Hauser. Einfach beschämend!
  2. GRÜNE NRW Düsseldorf
    Hallo Helmut, Frau Dr. Hauser sagte, dass natürlich unter den Russen im Bereich Gleichberechtigung Bildung usw. einiges gut war. Das könne man aber nicht aufrechnen gegen die Menschenrechtsverletzungen, ähnlich wie man die Autobahnen der Nazis auch nicht als Erfolg darstellen könne.
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