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Bildung im Wandel - Wandel durch Bildung

In der evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck fand gestern (21.03.) der Grüne Bildungskongress statt. Neben zahlreichen BildungsexpertInnen waren auch unsere Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann und der Bundesvorsitzende Cem Özdemir vor Ort.

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Bei dem Kongress konnten die rund 300 Besucher nicht nur den Beiträgen von PolitikerInnen, BildungsexpertInnen und VertreterInnen verschiedener Schulen und Verbände zuhören, sondern sich auch selbst in diversen Diskussionsforen einbringen. In diesen diskutierten die TeilnehmerInnen nicht nur die Zukunft von Kitas, Schulen und Hochschulen, sondern ebenso die Themen berufliche Bildung und interkulturelles Lernen. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion, in der die Ergebnisse der Diskussionsforen vorgestellt und debattiert worden.

In seiner Eröffnungsrede forderte Cem unter anderem eine nachhaltige und gerechtere Bildungspolitik in Deutschland. Demnach sollen nicht länger Herkunft und Geldbeutel über den Bildungserfolg entscheiden. Den größten Skandal sieht Cem in dem Anteil der sogenannten Risikoschüler, der bei 20 Prozent liegt. „Das sind rund 180 000 Kinder, die ohne Basisqualifikation die Schule verlassen“, erklärte Cem und verwies auch auf die wirtschaftlichen Probleme, die dies mit sich bringt. Um mehr Bildungsgerechtigkeit zu realisieren müssen gleiche Ausgangsbedingungen für alle Kinder geschaffen werden, da nur so jedes Kind die realistische Chance erhält etwas leisten und sich weiterentwickeln zu können. „Wir brauchen den Leistungsgedanken und die Bildungsgerechtigkeit“, betonte Cem in seiner Rede.

Anschließend erklärte unsere Spitzenkandidatin Sylvia, wie sie sich die „Schule der Zukunft“ vorstellt und erntete dafür großen Zuspruch des Publikums. Demnach sollen die Entscheidungsträger vor Ort, dass heißt Lehrkräfte, Eltern, SchülerInnen und Kommunen selbst darüber entscheiden, wie sie die Schule der Zukunft gestalten und umsetzen wollen. „Denn gute, denn bessere Schulen kann man nicht verordnen, bessere Schulen kann man nur gemeinsam entwickeln und gestalten“, so Sylvia. Den jahrzehntelangen, elenden Schulkampf, den vor allem die Landes-CDU wieder anzetteln möchte, lehnt sie entschieden ab: „Keine Schule soll geschlossen, abgeschafft oder zerschlagen werden.“

Des Weiteren plädierte Sylvia für längeres gemeinsames Lernen, da bei neunjährigen Kindern niemand gewissenhaft sagen kann, für welche Schulform dieses Kind geeignet ist. „Wer daran festhält, zementiert die soziale Ungerechtigkeit, die soziale Auslese, die schlechten Leistungen unseres Schulsystems.“

In der Zusammenfassung beschrieb Sylvia die Schulen der Zukunft mit drei Worten: Leistungsstark, vielfältig und gerecht. Nur so können soziale Gerechtigkeit und bessere Bildungsergebnisse erreicht werden.

Zum Abschluss zitierte Sylvia den französischen Schriftsteller Victor Hugo, der einst sagte: "Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Bei der Landtagswahl geht es deshalb auch darum für wessen bildungspolitische Ideen, die Zeit gekommen ist. Deswegen mach am 09. Mai mehr gute Bildung für Alle möglich und wähle GRÜN!

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